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22.03.2006 14:30 UTC
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- Polens Präsident in der Slowakei
- Mißtrauensvotum der Regierung
- Privatisierung der Elektrizitätswerke
Offizieller Besuch des polnischen Staatsoberhauptes
Zu einem offiziellen Besuch der Slowakei ist heute der polnische Staatspräsident Lech Kaczynski mit Gattin Maria in Bratislava eingetroffen. Mit Ehrenbezeigungen wurden sie im Hof des Präsidentenpalais vom slowakischen Staatsoberhaupt Ivan Gasparovic empfangen. Hauptthemen der Gespräche werden die bilateralen Beziehungen, das Wirken der gemeinsamen slowakisch-polnischen Truppe im Irak und die Zukunft der EU sein. Der polnische Gast wird auch mit weiteren Verfassungsvertretern zusammentreffen. Auf dem Programm steht auch eine Kranzniederlegung am Denkmal des Volksaufklärers Ludovit Stur sowie die Überreichung der Großen goldenen Medaille der Comenius Universität.
Opposition stellt Bedingungen
Laut Vertreter der stärksten oppositionellen Partei SMER sollte der Gesundheitsminister Rudolf Zajac die Privatisierung der Gesundheitseinrichtungen mit sofortiger Wirkung einstellen, sonst will die Opposition eine Abstimmung über das Mißtrauensvotum der Regierung initiieren. Die Reformen im Ressort gestalten sich schwieriger als erwartet. Seit dem 27. Februar dauert auch die Streikbereitschaft, die der Slowakische Gewerkschaftsbund des Gesundheitswesens ausgerufen hat.
Verkauf der Slowakischen Elektrizitätswerke offen
Die Privatisierung der Slowakischen Elektrizitätswerke könnte sich für längere Zeit hinausziehen. Die Entscheidung liegt beim Staatsoberhaupt Ivan Gasparovic, der das Gesetz über den Atom-Fonds unterzeichnen soll. Das Unternehmen Enel als Privatiseur der Elektrizitätswerke will diese Schuld nicht aus den künftigen Einnahmen finanzieren.
Vorgezogene Parlamentswahl 2006
In der vorgezogenen Parlamentswahl im Juni d. J. werden sich insgesamt 21 Parteien um die Gunst der Wähler bemühen. Die Kandidatenlisten beinhalten 2354 Kandidaten, davon 529 Frauen. Bei der letzten Wahl 2002 gab es um 5 Parteien mehr, die diesjährige niedrigere Anzahl konnte die Novelle des Wahlgesetzes beeinflussen. Die schreibt nämlich eine hohe Wahlkaution vor – eine halbe Million Kronen. Die Parteien müssen mindestens 2 % der gültigen Stimmen bekommen, sonst ist die Kaution an den Staat zu zahlen.
Die Wetteraussichten für morgen, Donnerstag:
Vorwiegend bewölkt, vereinzelt nebelig. Frühtemperaturen zwischen -6 und -1, Tageshöchstwerte von 4 bis 9 Grad.
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